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Das Bw Bestwig

IMG_6345Aufgrund der starken Steigungen auf dem Streckenab- schnitt „Bestwig-Brilon Wald“ mussten an der oberen Ruhrtalbahn viele Züge nachgeschoben werden. Aus diesem Grund errichtete die Bergisch-Märkische Eisen- bahn-Gesellschaft bereits im Jahre 1873 eine Loko- motivstation in Bestwig. Zusätzlich wurde eine Aussenstelle in Bredelar eingerichtet, von wo aus auf der Rampe „Bredelar – Brilon Wald“ nachgeschoben wurde. Die Lokomotivstation besaß einen 10-ständigen Ring- lokschuppen, eine Drehscheibe mit einem Durchmesser von 16 m, Behandlungsanlagen sowie eine Werkstatt. 1915 waren insgesamt 25 Lokomotiven in Bestwig beheimatet.

 

Aufgrund des wachsenden Verkehrsaufkommen begann man 1918 damit, die alte Lokomotivstation abzureißen und etwa 400m weiter westlich einen neuen 10-ständigen Ringlokschuppen mit größerer 20m-Drehscheibe ein neues Betriebswerk aufzubauen, das dem steigenden Verkehrsaufkommen gerecht wurde. 1924 konnte das neue Bw seinen Betrieb aufnehmen. Mit der Betriebsaufnahme waren hier Lokomotiven der Bauarten P 8, G 8.1,
G 10, G 12 und T 14 stationiert. Der Ringlokschuppen wurde später auf 15 Stände erweitert.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges erhielt das Bw Bestwig schwere Personen- und Güterzuglokomotiven der Baureihen 39, 44 und 50. Nach Kriegsende 1945 gehörten noch 48 Lokomotiven zum Bw Bestwig, von denen allerdings einige schwer beschädigt waren und verschrottet werden mussten. Bedingt durch die Teilung Deutschlands kam auch der schwere Güterverkehr in Richtung Osten zum Erliegen, weshalb man die schweren Güterzuglokomotiven vom Bw Bestwig abzog. Lediglich die BR 50 verblieb in Bestwig. Als letzte Personenzug- Dampflok des Bw Bestwig verließ 23 049 am 01. Dezember 1971 Bestwig in Richtung Wuppertal. Am 01 April 1972 wurden mit 050 058, 050 599, 052 339 und 052 389 die letzten Dampfloks aus Bestwig abgezogen. Sie kamen alle für kurze Zeit zum Bw Wuppertal-Vohwinkel, wo sie später z-gestellt wurden. Die Leistungen der BR 23 wurden zunächst von der BR 218 sowie von der BR 212 übernommen. Später wurden nur noch Triebwagen der BR VT 98 eingesetzt.

Am 01.04.1982 verlor das Bw Bestwig seine Eigenständigkeit und wurde dem Bw Hagen Eckesey als Personaleinsatzstelle zugeteilt. Noch bis 1998 wurden die Gleise des Bw´s zum Abstellen und betanken der Diesellokomotiven genutzt. Nach Rückbau der Gleise nutzt die DB Regio heute teile des ehemaligen Güterbahnhofs zum Reinigen, Betanken und Abstellen moderner Triebwagen der BR 640 (LINT 27)

Offiziell wurde das Bw Bestwig am 31. Mai 1984 geschlossen. Einst waren hier im Bw, Bahnhof, und Güterbahnhof rund 400 Menschen in Lohn und Brot gestanden. Heute erinnern nur noch Ruinen an die Glanzzeit der Eisenbahn in Bestwig.

Auf dem Parkplatz am Bahnhof Bestwig erinnert heute nur noch die als Denkmal aufgestellt Pufferbohle, Laufradachse und der Rauchkammerdeckel der 44 390 an die einstige Heimat zahlreicher Dampflokomotiven.

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Die beiden Bilder oben zeigen die Totalansicht des ehemaligen Bw-Geländes.

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Die Werkstatt des Bw´s gleicht nur noch einer Ruine. Zwischen zwei abgestellten Lint 27 lässt sich ein Blick auf den Wasserturm des Bw´s erhaschen.

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Das Wahrzeichen des Bw Bestwig, der Wasserturm. Abschließend noch ein Blick auf das restaurierte Empfangsgebäude des Bahnhofs Bestwig.

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Eine Firma aus Lüneburg, deren Name ich bei meinen Recherchen leider nicht in Erfahrung bringen konnte, plant das Empfangsgebäude sowie alle anderen Gebäude des Bahnhofs, Güterbahnhofs und Bahnbetriebswerk als Modelle auf den Markt zu bringen. Laut den mir vorliegenden Informationen sollen die Modell 2011 auf den Markt kommen. Es war jedoch nicht zu erfahren in welcher Baugröße es die Modelle geben wird. Im September 2011 waren in Bestwig einige 628er sowie ein Schneepflug zu sehen.

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