Die Harzer Schmalspurbahnen Brockenbahn Selketalbahn Gernrode HSB-Impressionen Mit ca. 140 km ist die Harzer Schmalspurbahn das längste zusammenhängende dampfbetrieben Eisenbahnnetz in Europa. Während auf der Brockenbahn (Wernigerode - Bf Brocken) fast ausschließlich Züge mit Dampfloks der Baureihen 99. 22, 99.23 und 99.590 bespannt werden, werden Züge auf der Strecke Quedlinburg - Eisfelder Talmühle nur noch selten mit Dampflokomotiven bespannt. Gleiches gilt für die Strecke Drei Annen Hohne - Nordhausen.
Bis zur Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn am 01. April 1949 wurden die Bahnstrecken von der GHE und NWE betrieben. Die am 10. Mai 1886 gegründete Gernode-Harzgeroder Eisenbahn Gesellschaft (GHE) hatte das Ziel die Betriebe im Ostharz mit den großen Eisenbahn zu verbinden. Nach wenig erfolgreichen Erfahrungen mit der Feldabahn in Thüringen entschloss man sich für eine Meter-Spur-Bahn. Nach dem die Konzession im März 1887 erteilt war wurde eine ein erster Streckenabschnitt von Gernrode nach Mägdesprung gebaut. Bereits am 07. August 1887 wurde die Strecke eröffnet. Am 15. Juli 1905 wurde der letzte Streckenabschnitt bis Eisfelder Talmühle freigegeben. Somit war auch eine Anbindung an die Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn Gesellschaft (NWE). Nach Kriegsende 1945 ruhte der Verkehr auf den Strecken der GHE. 1946 wurden, mit Ausnahme der Anlagen im Bahnhof Eisfelder Talmühle, nahe zu alle Anlagen demontiert und als Reparationsleistungen in die Sowjetunion gebracht. Nach dem die GHE mit ihren ihr verbliebenen Anlagen am 30. Juni 1946 verstaatlicht wurde, begann man bereits im Oktober 1949 mit dem Wiederaufbau der Strecke Gernrode-Harzgerode und nach Straßberg. Die Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft wurde am 15. Juni 1886 als zweite Eisenbahnunter- nehmen im Harz in Berlin gegründet. Gründer war die Vereingten Eisenbahnbau- und Betriegs-Gesellschaft, die auch bis 1908 für den Betrieb zuständig war. Am 22. Dezember 1898 wurde das erste Teilstück der Harzquerbahn und die Stichstrecke zum Brocken mit einem Sonderzug eröffnet. Die Strecke von Drei Annen Hohne über Eisfelder Talmühle nach Norhausen erfolgte am 27. März 1899. Wie schon die GHE kam auch die NWE am 01 April 1949 zur Deutschen Reichsbahn, nachdem beide Gesellschaften bereits zum 30. Juni 1946 unter die Verwaltung der DR gestellt wurden. Am 01. Februar 1993 wurde die Gesamte Infrastruktur (Strecken, Gebäude, Behandlungsanlagen, Fahrzeuge und Personal) der Harzer Schmalspurbahnen von dem neu gegründeten “Harzer Schmalspurbahnen GmbH” übernommen. Nachdem die Regelspurstrecke von Quedlinburg nach Gernrode stillgelegt wurde, wurde diese ab 2005 auf Meter-Spur umgebaut. Im Juni 2006 wurde die Strecke um 8,5 km von Gernrode nach Quedlinburg verlängert. Auf den nachfolgenden Seiten zeige ich Bilder inkl. aktueller wie historischer Informationen, die die Situation der Harzer Schmalspurbahnen nach der politischen Wende in Deutschland widerspiegeln. Themenblöcke:
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