Selkeklippen- und Pioniersweg Bezeichnung | Rundwanderung Mägdesprung-Alexisbad-Mägdesprung | Lage | im Selketal | Länge | ca. 9,5 km | Art | Rundwanderweg | Höhenunterschied | ca. 146 m | größte Steigung | 36 0/00 | Schwierigkeitsgrad | mittel | Stationen | Eisernes Kreuz, Mägdetrappe, Freundschaftsklippe, Köthener Hütte, Pioniertunnel, Pionierklippe, Klostermühle, Selke-Wasserfall, Forsthaus Drahtzug, Stahlhammer | Bemerkung | festes Schuhwerk zwingend erforderlich |
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Ausgangspunkt der Wanderung war ein Parkplatz zwischen Mägdesprung und Stahlhammer. Von hier aus ging es ca. 700 m in Richtung Mägdesprung, wo der Weg von der Bundesstraße 185 rechts abzweigte. Hier liegt nun der schwierigste Teil der Strecke vor uns. Auf einem Streckenabschnitt von 500 m geht es auf felsigem Weg steil hinauf zum Eisernen Kreuz. Von hier aus bietet sich ein sehr schöner Blick über das Selketal bis hin zum Ramberg, dessen Viktorshöhe mit 582m die höchste Erhebung im östlichen Harz ist. Zum Gedenken an den Herzog Alexius von Anhalt-Bernburg, dem Begründer des Ortes Alexisbad, wurde das Eiserne Kreuz im Jahre 1837 von seiner Tochter, der Prinzessin Wilhelmine Luise und ihrem Gatten Prinz Friedrich von Preußen errichtet. Bedingt durch die Witterungsverhältnisse war das ursprüng- liche Kreuz verrottet, so dass es im Jahre 1930 erneut aufge- baut wurde. Doch wenige Jahre später, im Jahre 1945, wurde es durch An- griffe der Alleierten so sehr beschädigt, dass es in Folge zahlreicher Kugellöcher abbrach und zu Tale stürzte. Einige Einschusslöcher sind noch heute erkennbar. Nach dem Jahrhunderthochwasser von 1994 wurde das demolierte Kreuz in der Selke gefunden und geborgen. Ehrenamtlichen Helfern ist die Restaurierung gelungen. Bereits 1995 konnte das Kreuz wieder an seinem ursprünglichen Ort aufgestellt werden.
Nach ca. 100 m erreicht man nun die Mägdetrappe. Mit etwas Fantasie kann man her im Fels einen „mensch- lichen“ Fußabdruck erkennen. Einer alten Sage nach übersprang hier das Riesenmädchen Amala, die Selke um zu ihren Geliebten, den König der Riesen, Luipold zu gelangen. Unmittelbar an der Mägdetrappe befindet sich ebenfalls eine mehr als 100 Jahre alte Bank aus Eichenholz die auf drei stählernen Beinen, die aus der Zeit der Stahlindustrie im Selketal stammen, ihr Dasein fristet. Nach weiteren 100 m später gelangt man an einem wunder- baren Aussichtspunkt auf einer Klippe, die als „Freundschafts- klippe“ bezeichnet wird. Von hier aus bietet sich ein Blick auf die Selke und die parallel verlaufenden Selketalbahn. Der Blick masst sich an wie ein Blick aus der Vogelperspektive auf eine liebliche Modellbahnlandschaft zu wirken. Der Ort lädt förm- lich zum Verweilen ein und den Ausblick zu genießen. Das erster Etappenziel mit der Köthener Hütte wird nach weiteren 900 m erreicht.
Die Terrasse der Köthener Hütte, die in den Hang hineinragt lädt zu einem ersten Imbiss bei einer Tasse Kaffee bei schön- stem Talblick, ein. Allerdings muss man die Verpflegung für diesen Picknick selbst im Reisegebäck mitführen. An der Köthener Hütte ergibt sich die Möglichkeit weiter über den Selkeklippenweg zur Verlobungsurne und weiter ins Ortszentrum von Alexisbad zu wandern. Dieser Weg ist zwar wegen seiner Aussichtspunkte sehr attraktiv, aber weniger spektakulär als der „Pionierweg“. Er führt auf einem schmalen Pfad stetig talwärts nach Alexisbad. Während das Gelände rechterhand steil ins Tal fällt, er- heben sich linker Hand steile Felsklippen. Im ersten Abschnitt des Weges ist dieser so schmal, dass ein nebeneinander Gehen kaum möglich ist. Nach ca. 1400 m passiert man den Pioniertunnel. Während einer Übung der 2. Kompanie des Magdeburger Pionierbataillons im Jahre 1900 wurde der Tunnel als Felsdurchbruch errichtet. Unmittelbar am Ausgang des Tunnels befindet sich die Pioniersklippe. Im weiteren Verlauf des Weges passiert man nach ca. 600m eine Brücke, die in einer ca. 150° Kehre über einen kleinen, zu Tale stürzenden Bach, führt. 1000 m weiter erreicht manr die Klostermühle am Ortseingang von Alexisbad. Die Geschichte der Klostermühle reicht zurück bis in das Jahr 975. Sie gehörte zum Kloster Hagenrode, einer Außenabtei des Kloster Nienburg. Während des Bauernkrieges wurde um 1525 der Ort und das Kloster völlig zerstört. 1870 wurde aus den Steinen des zerstörten Ortes und Klosters das heutige Hotel Klostermühle erbaut. 

An der Klostermühle wird nun die B 185 überquert. Nachdem die Klostermühle passiert wurde wechselt man auf das linke Selkeufer. Nach 50 m gabelt sich hier der Weg. Es bietet sich hier an, an Raststelle eine Pause einzulegen und sich für den Rückweg zu stärken. Nachdem man sich gestärkt hat biegt man hier rechterhand parallel zur Selke und zur Selketalbahn in den Weg nach Mägdesprung ein. Der Weg ist beschildert und führt nun zunächst zum Selke-Wasserfall, den man nach 2,5 km erreicht. Der Wasserfall lädt ein einige Minuten zu verweilen und das Naturspiel des tosenden Wassers zu genießen. 

Nach weiteren 900 m führte der Weg vorbei an die Reste der alten Wehrmauer, des ehmaligen Selkestauwehrs, bevor man nach 200 m das alte Forsthaus Drahtzug erreicht. Die Geschichte des Forsthauses, das ursprünglich als Drahtzieherei errichtet wurde, kann man unter http://www.forsthaus-drahtzug.de/geschich.htm nachlesen. 200 m hinter dem Forsthaus Drahtzug erreicht man den kleinen Ort Stalhammer. Der Ort basiert auf eine Blankschmiede, die im Jahre 1787 errichtet wurde und bis 1889 als Kettenschmiede und Feilenhauerei in Betrieb war. 1902 wurde die Schmiede abgerissen. Einige wenige Relikte zeugen noch heute von vergangen Tagen. Nach 400 m ist der Ausgangspunkt der Wanderung wieder erreicht. Insgesamt hat man nach der Wanderung 9,5 km eine erlebnisreiche Wanderung hinter sich gebracht.
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