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Selkeklippenweg
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Bezeichnung
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Selkeklippenweg
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Lage
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im Selketal zwischen Mägdesprung und Alexisbad
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Länge
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ca. 4 km
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Art
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Rundwanderweg
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Höhenunterschied
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ca. 146 m
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größte Steigung
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36 0/00
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Schwierigkeitsgrad
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mittel
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Stationen
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Köthener Hütte, Freundschaftsklippe, Eisernes Kreuz, Mägdetrappe
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Bemerkung
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festes Schuhwerk zwingend erforderlich
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Nur ca. 25 km vom Campingplatz am Halberstädter See entfernt liegt das liebliche und beeindruckende. Nicht nur durch zahlreiche Kurorte ist das Selketal im östlichen Südharz weit über die Grenzen des Landkreises Harz bekannt. Parallel zum wildromantischen Flüsschen Selke, dass mit unzähligen Stromschnellen und Wasserfällen durch das Tal fließt, verläuft die Strecke der schmalspurigen Selketalbahn. Sie gehört heute zum Netz der Harzer Schmalspurbahn mit Anschlüssen nach Nordhausen und zur Brockenbahn. Jahr für Jahr ist sie ganzjährig ein Anzugspunkt für Millionen von Touristen aus aller Welt.
In Mitten des Selketals befindet sich einer der schönsten Wanderwege des Südharzes. Der Selkeklippenweg! Vom Campingplatz am See in Halberstadt erreicht man den zwischen Mägdesprung und Alexisbad gelegenen Wanderweg mit dem Auto über die B79 bis Quedlinburg. Von Quedlinburg aus fährt man dann mit der Schmalspurbahn über Gernrode nach Mägdesprung, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Alternativ kann man mit dem Auto den Wegweisern in Quedlinburg in Richtung Gernrode/Harzgerode folgen. Am Ortsende von Mägdesprung in Richtung Alexisbad befindet sich ein Parkplatz, den wir als Ausgangspunkt für unsere Wanderung nutzen.
Ausgehend vom Bahnhof Mägdesprung bzw. vom Parkplatz am Ortsende aus führt der Weg zunächst unspektakulär entlang der Bundesstraße 185, bis diese erstmalig die Selke überquert. Unmittelbar an der Selkebrücke beginnt, rechts gegen die Flussrichtung der Selke, der Selkeklippenweg. Bereits am Startpunkt des Klippenweges lässt sich erkennen, woher der Name dieses Weges stammt. Links erheben sich steile schroffe Felsformationen während sich das Gelände links ebenso steil hinab zur Selke neigt. Eine besondere Romantik erhält der Weg nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass er eher einem schmalen Pfad gleicht. Stellenweise ist der Weg weniger als 80 cm breit. Auf einer Länge von 1,2 km führt der Weg zunächst stetig mit einer Steigung von etwa 12,8 0/00 hinauf zur Köthener Hütte. Während des Aufstieges lassen besonders im Frühjahr, wenn die Bäume noch nicht ihre volle grüne Pracht entfalten, imposante Blicke auf die Bergwelt des Selketals zu. Im Bild rechts ein Blick vom Selkeklippenweg auf den in etwas Entfernung gelegenen Ramberg, der höchsten Erhebung im Südharz. Nach ca. 1,2 km erreicht man die Köthener Hütte. Aus der Entfernung wirkt die 1897, in Holzbauweise errichtete Hütte, wie eine kleine Kirche. Heute kann der Wandergeselle über einen Seilzug eine Glocke leuten und damit seine Ankunft signalisieren.
Die Köthener Hütte, die aus Harzgerode kommend auf unbeschwerlichem Wege erreichbar ist, ist allein von seiner bietenden Aussicht über einen Teil des Selketales einen Ausflug wert. Das Bild unten links zeigt einen Blick auf die Köthener Hütte Das Bild oben rechts zeigt den Anstieg des Weges kurz vor der

Köthener Hütte. Auch hier geht es auf einem Gemisch von Fels, Humus und Waldboden auf weniger als einem Meter bergauf.
Hinter der Köthener Hütte zweigt sich der Weg in drei Richtungen. In Richtung Süden führt er weiter über ein Nebental nach Alexisbad. In Richtung Norden teilt sich der Weg in die Richtungen Harzgerode und Mägdesprung. Wir folgen hier den Schildern, die uns den Weg nach Mägdesprung weisen. Über einen langezogenen, aber relativ flachen Kammweg gelangen wir nach ca 1,2 km zur Freundschaftsklippe, einem Aussichtspunkt, von dem man über einen Teil des Selketals auf den gegenüberliegenden Zirlberg sowie auf die Einfahrt zur Ortschaft Drahtzug, wo einige ungenutzte Gebäude noch auf die Zeit einer florierneden Eisenindustrie Mitte des 18. Jahrhunderts hindeuten, blicken kann. Auch maßt sich der Blick an, beim passieren eines Zuges der Harzer Schmalspurbahnen, als würde man auf eine naturgetreue Modellbahn-landschaft blicken. Mit einer Sitzbank auf der Klippe lädt die Freundschaftsklippe zu einem romantischen Picknick für Verliebte Paare ein. Ein deftiges Vesper mit einem solch atemberaubenden Blick über das Selketal sollte man sich nicht entgehen lassen.


Ausgehend von der Freundschaftsklippe gelangt man nach ca. 500 m zu Eisernen Kreuz. Zum Gedenken an den Herzog Alexius von Anhalt-Bernburg, dem Begründer des Ortes Alexisbad, wurde das Eiserne Kreuz im Jahre 1837 von seiner Tochter, der Prinzessin Wilhelmine Luise und ihrem Gatten Prinz Friedrich von Preußen errichtet. Bedingt durch die Witterungsverhältnisse war das ursprüngliche Kreuz verrottet, so dass es im Jahre 1930 erneut aufgebaut wurde. Doch wenige Jahre später, im Jahre 1945, wurde es durch Angriffe der Alleierten so sehr be- schädigt, dass es in Folge zahlreicher Kugellöcher abbrach und zu Tale stürzte. Nach dem Jahrhunderthoch- wasser von 1994 wurde das demolierte Kreuz in der Selke gefunden und geborgen. Ehrenamtlichen Helfern ist die Restaurierung gelungen. Bereits 1995 konnte das Kreuz wieder an seinem ursprünglichen Ort aufgestellt werden.

Nur wenige Meter vom Eisernen Kreuz entfernt finden wir eine 100 Jahre alte Bank auf drei stählernen Beinen. Dem Wegweiser nach befinden wir uns, an der Bank angekommen, am Mägdetrappe. Da jedoch die Beschilderung etwas ungenau ist, lohnt es sich hier nach dem Abdruck Amalas zu suchen. Doch hierbei sei aufgrund der glatten Felsen und dem losen Gerölle höchste Vorsicht geboten. Die Sagen aus dem Harz erzählen vielfach Geschichten, in denen Riesen von Berg zu Berg sprangen. Eine der bekanntesten Sagen ist die der Roßtrappe bei Thale. So wie dort eine Prinzessin zu Roß die Bode übersprang, so war es hier an der Selke das Riesenmädchen Amala, die an dieser Stelle die Selke übersprang um zu ihren Geliebten, den König der Riesen, Luipold zu gelangen. Ab der Mägdetrappe neigt sich der Wanderweg wieder in Richtung Selketal. Auf einer Strecke von nur 800 m überwinden wir ein Gefälle von 14,6 0/00 auf engen Felspfaden bis wir schließlich wieder den Parkplatz in Mägdesprung erreichen.
Für diese Wanderung sollte man 2 bis 3 Stunden einplanen um auch alle Aussichten genießen zu können. Sollte man den Weg mit Kindern bestreiten wollen, so ist hier besonders große Sorfalt zu beachten. Geröll, glatte Felsen und feucht Laub machen den Weg gefährlich. Besonders im Winter muss man größte Sorgfalt wallten lassen. Bedingt durch die feuchte Luft muss durch Frost auf dem felsigen Wege mit gefährlich glatten Stellen gerechnet werden.
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