Drei Annen Hohne - Steinerne Renne - Hasserode Bezeichnung | Drei Annen Hohne - Steinerne Renne - Hasserode | Lage | Oberharz zwischen Drei Annen Hohne und Wernigerode | Länge | ca. 12,5 km | Art | Kamm- und Klippen-Wanderng | Höhenunterschied | ca. 700 m | größte Steigung | 45 0/00 (am Abstieg vom Beerberg nach Hasserode) | Schwierigkeitsgrad | leicht (Abstieg: mittel) | Stationen | Bahnhof Drei Annen Hohne, Forsthaus Hohne, Hagen-Denkmal, Karlshaus, Ottofels, Gebohrter Stein, Steinerne Renne Wasserfall, Beerberg, Hasserode | Bemerkung | festes Schuhwerk erforderlich |
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Am 8. April 2010 machte ich gemeinsam mit einem Freund eine Wanderung von Drei Annen Hohne nach Hasserode. Diese Wanderung hatte zwar keinen direkten Bezug zur Bahn. Aber dennoch begegneten wir immer wieder unweigerlich auf die aktuelle HSB wie auch auf Relikte vergangener Tage, die ich hier nicht vorenthalten möchte.
Nun aber zu den Details und zur Routenbeschreibung, zuvor aber noch eine kleine Geschichte am Rande, die sich vor dem Start der Wanderung ereignete. Am frühen Morgen traf ich Reiner, einen Freund aus einem Harzforum, mit dem ich zu der Wanderung verabredet war, am Bahnhof Hasserode um mit dem Zug 8931 um 9:24 Uhr nach Drei Annen Hohne zu fahren. Als der Zug in den Bahnhof einfuhr trauten wir unseren Augen nicht, als der Lokführer auf der Heizerseite der 99 7241 aus dem Fenster schaute. Es war unser gemeinsamer Freund Mathias der die Lok fuhr, die den 8931 zum Brocken bringen sollte. Nun gut, wir stiegen in dem Wagen direkt hinter der Lok ein und fuhren nach Drei Annen Hohne. Auf der Fahrt hinauf lauschte ich den interessanten Gesprächen, die Reiner, der seine Ausbildung als Lokführer einst bei der DR machte und während seiner Ausbildung zum Bw Wernigerode Westerntor gehört - heute führt er ICE´s auf der Rheinstrecke von Basel nach Frankfurt) mit seinen ehemaligen Kollegen führte aber auch die Details der Strecke, die er mir erklärte waren hoch interessant. In Drei Annen Hohne angekommen begrüßten wir erst einmal richtig unseren gemeinsamen Freund Mathias. Danach ging es dann auf unsere Wandertour. Eigentlich hatte ich eine Wanderung durch das Drängetal geplant um mich nach den dortigen Relikten vergangener Tage der Brockenbahn um zu schauen. Doch Reiner überredete mich eine andere Route zu nehmen. Da er, als gebürtiger Wernigeröder, ortskundig ist und nicht nur nach Karte wandert, jeden noch so abgelegenen Weg kennt, stimmte ich zu. Im Nachhinein kann ich sagen, dass dies kein Fehler war und meine Er- wartungen voll erfüllt wurden. Nun gut, am Bahnhof Drei Annen Hohne begann dann unsere Tour. Am Bahnhof Drei Annen Hohne bogen wir an der Kreuzung der Drängetalstraße und der Brockenstraße, vom Bahnhof kommend nach rechts in den „ Obere Hohneweg“ ein, den wir für 1100 m bis kurz hinter dem ehemaligen Forsthaus Hohne folgten. Zuvor konnten wir am Abzweig Glashüttenweg einen Blick auf das Naturdenkmal einer 200jährigen Eiche werfen, die auf einer Seite einen Brandschaden hat, der von einem ausgebombten Panzer aus dem 2. Weltkrieg stammt. Hinter dem Forsthaus Hohne bogen wir einen Waldweg ein, der zu dieser Zeit mehr einem Bach glich. Der Regen und die Schneeschmelze hatten aus dem Weg ein leicht morastiges Etwas gemacht. Diesen Weg folgten wir für ca. 500 m, bis wir den „Oberen Hohneweg“ am „Ellenbogen“ erreichten. „Ellenbogen nennt man die Kehre des am Übergang von der Ellenbogen-Chaussee und Eschwegestraße. Sie befindet sich am ehemaligen Skihang am Hohnekopf. Für 1300 m folgen wir der Eschwegestraße, bis wir am Hagen-Denkmal angelangen. Bei dem Hagen-Denkmal handelt es sich um einen übermannshohen Granitfindling den man zum Gedenken an den am 29. Juni 1866 verstorbenen Oberförster Wernigerodes, Viktor von Hagen, der sich um die Natur des Harzes sehr verdient machte, benannt. Für weitere 250 m folgen wir dem Weg und biegen dann an der ehemaligen Bushaltestelle des „Ilsenburgers“ nach rechts ab und folgen dem Weg für 600 m bis zur Schutzhütte. Hier zweigt ein kleiner schmaler Weg nach rechts in den Wald ab. Nach 250 m auf diesem Weg gelangten wir zum Karlshaus, das heute bei der Stadt Wernigerode als Wanderherberge gebucht werden kann. Von hier aus gingen wir dann über einen sehr steinigen, abwärtsführenden Weg zu unserem ersten Etappenziel, dem Ottofels. 
Beim Ottofels handelt es sich um die größte Granitklippe des Ostharzes. Sie befindet sich auf einer Höhe von 584 m. 1892 wurde der Ottofelsen von einer Wernigeröder Eisengießerei für den Harzclub besteigbar gemacht und gleichzeitig nach Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode benannt. Dicht davor steht die weitaus niedrige "Ottonadel". 
Wer hier am Ottofels ankommt, sollte es nicht versäumen die Stahlleiter zum Gipfel des zu besteigen. Von hier oben hat man einen wunderbaren und beeindruckenden Rundblick über den östlichen Harz, wie die Bilder unten eindrucksvoll belegen. 

Nachdem wir die Ausblicke genossen und eine nette Plauderei mit einem Wanderpärchen hatten, die ebenfalls den Felsen bestiegen hatten, ging es weiter. Der Weg führte zunächst zwischen Ottofels und „kleiner Ottonadel“ auf felsigem Gestein einige Meter abwärts in den Wald hinein, bis wir nach 300 m eine Wegkreuzung erreichten. Von hieraus folgten wir den Weg, der nach rechts abbog, bis wir nach 600 m den „gebohrten Stein“ erreichten.

Macht man links vom „Gebohrten Stein“ einen kurzen Abstecher in den Wald erhält man einen schönen Blick auf Wernigerode.

Nun ging es für ca. 500 m über einen felsigen Weg durch den Wald hinauf bis wir an der Steinernen Renne angelangten. 
Hier kehrten wir ein um uns bei Bratkartoffeln und Hausmacher Sülze zu stärken. Zuvor machte ich jedoch noch schnell einige Fotos der Steinernen Renne. 
Nun ging es auf dem Hippelweg zurück in Richtung Hasserode. Nach ca. 1500 m verließen wir den Hippelweg und wechselten über eine Fläche, die von größeren Sturmschäden fast vollständig abgerodet war. Nach ca. 600 m erreichten wir einen Weg. Der uns zum Beerberg führen sollte. Hierbei handelte es sich um einen Fahrweg, der als Sackgasse gekennzeichnet war. Nach weiteren 500 m fanden wir dann einen Stein, dessen Kontur einem Gesicht gleicht. 
Nach wenigen Metern hatten wir dann einen schönen Blick auf das Drängetal und dem Thumkuhlenkopf- Tunnel. 
Hier erwischten wir noch einmal „Hilde“, wie er seinen Zug vom Brocken zurück nach Wernigerode führte. Nun folgten wir den Weg weiter für 750 m, bis wir am Ende der „Sackgasse, die eigentlich eine Kehrschleife um eine Bergkuppe darstellt, erreichten. Zunächst hatten wir hier einen letzten Blick auf Wernigerode. 
Als wir zurück zu unserem Weg wollten entdeckten wir am „Kopfe“ der Kehrschleife die unten abgebildete Steinformation. 
Am Ende der Kehre bogen wir nun nach recht auf einen Pfad ein, der uns hinab zum Bahnparallelweg führte. Wir überquerten den Bahnparallelweg sowie die Bahnstrecke. Nun ging es sehr steil hinab nach Hasserode, wo wir an der alten Mühle angelangten. 
An der Ladebühne der Mühle sind noch, bei genauer Betrachtung, Reste der Gleise zu entdecken, die einst vom Bahnhof Hasserode hierher führten. Die gesamte Wanderstrecke betrug insgesamt 12,5 km, die sich in jeder Hinsicht lohnten. Eine Tor, die ich jedem Wanderfreund nur empfehlen kann. Am alten Bahnhof in Hasserode, unserem Ausgangspunkt, konnte ich zum Abschluß der Wanderung die nach- folgenden Bilder machen. 

Zum Tages Abschluß zeigte Reiner mir dann noch ein kleines Highlight in Wernigerode. Ein Künstler hat hier im Maßstab 1:24 das Schloß Wernigerode originalgetreu nach gebildet. Auch diese Bilder möchte ich nicht vorenthalten. 

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